Unser Dorf hat Power

Wie viel Wind weht auf dem Berg nebenan? Wie viel Energie lässt sich auf unserem Schuldach gewinnen? Und wie viel in einem ganzen Ortsteil?
Das sind Fragen mit denen sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe von Haupt- und Werkrealschulen sowie Realschulen im Rahmen des Pilotprojekts „Unser Dorf hat Power“ beschäftigen. Ziel des Projekts ist die Bewusstseinsbildung und Kompetenzentwicklung zu den Themen Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Zudem kann durch die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler mit der Gemeinde und der Schaffung von Know-how auch regionale Wertschöpfung betrieben werden. Die Schülerinnen und Schüler tragen durch die Messungen und entsprechende Potenzialanalysen einen wichtigen Teil zum Wissenspool, der zur Dynamik der Energiewende nötig ist, bei.

Die Umsetzung des Projekts wird an den zehn teilnehmenden Schulen in vielfältiger Form gestaltet. Die Schulen sind in ganz Südbaden verteilt. Durch die Vermittlung von konkreten Kompetenzen im Bereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz erlangen die Schülerinnen und Schüler viele Antworten auf Fragen rund um das Thema „Energiewende“. Hierzu werden zunächst in mehreren Unterrichtseinheiten Grundlagen über Klimawandel und –schutz sowie die Kernthemen der Erneuerbaren Energien - Solar, Wind, Wasser, Geothermie und Biomasse - vermittelt. Außerdem bekommen die Jugendlichen während der Durchführung des Projekts einen Einblick in die grüne Berufswelt und können somit nicht nur für sich selbst eine Chance für die eigene Zukunft entdecken sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten.

Im weiteren Verlauf des Projekts sollen die angehenden Energie-Experten selbstständig ein Modul in einem Bereich der Erneuerbaren Energien durchführen. Dabei entdecken und dokumentieren sie die Potenziale in ihrer Gemeinde. Zum Beispiel werden zum Thema Solar die beiden Teilbereiche Photovoltaik und Solarthermie zuerst theoretisch behandelt. Anschließend vermessen die Jugendlichen die Dächer von öffentlichen und privaten Gebäuden und berechnen die Potenziale für eine mögliche Photovoltaik-Anlage. Mit Hilfe eines Geoinformationssystems werden die Ergebnisse dann hier auf der „Energieschatzkarte“ dargestellt.

Gefördert wird das Projekt, welches vom fesa e.V. durchgeführt wird, von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUWB).
 

 

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